Institut für Pathologie
 Universitätsmedizin Leipzig

Enzymhistochemische Färbung

Enzymzyto - und histochemische Färbungen sind in erster Linie in der hämatologischen Diagnostik von großer Bedeutung. Zytologisch dient der Nachweis der Myeloperoxidase (POX), Zellen der Granulopoese zu identifizieren während die alpha-Naphthylazetatesterase (NAE) eine monozytäre Differenzierung anzeigt. Besondere Bedeutung kommen diesen Färbungen in der Diagnostik akuter myeloischer Leukämien zu. Bei akuten lymphatischen Leukämien ist die Enzymzytochemie nur von limitiertem Wert.

An formalinfixiertem und in Paraffin eingebettetem Gewebe sind die o.g. Enzyme zytoplasmatisch nicht mehr nachweisbar. Hier lassen sich granulopoetische Zellen und Mastzellen mit Hilfe der Naphthol-AS-D-Chlorazetat-Esterase (NASD)-Reaktion, darstellen. Sie ist die wichtigste Enzymfärbung in der histologischen Hämatopathologie. 

An Gefrierschnitten wird bei der Diagnostik intestinaler Innervationsstörungen (z.B. M. Hirschsprung) die Azetylcholinesterase enzymhistochemisch nachgewiesen. Durch Darstellung der Laktatdehydrogenase und der Succinatdehydrogenase lassen sich Ganglienzellen nachweisen. An Gefrierschnitten von Skelettmuskeln werden mit Hilfe der Adenosin-Triphosphatase-Reaktion die verschiedenen Fasertypen differenziert. Die Succinat-Dehydrogenase-Reaktion wird zur Diagnostik der mitochondrialen Myopathien verwendet.

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Letzte Änderung: 24.04.2014, 11:32 Uhr
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