Institut für Pathologie
 Universitätsmedizin Leipzig

Durchführung intraoperativer Schnellschnitte

Das Haupteinsatzgebiet der Schnellschnittuntersuchung ist die intraoperative Beurteilung der Dignität von unklaren Herdbefunden und der Tumorfreiheit von Schnitträndern. Ihr Vorteil liegt darin, dass das Material nach Auffrieren direkt an einem Kryostaten geschnitten werden und somit schnell (noch während der laufenden Operation) beurteilt werden kann. Der Nachteil besteht in der eingeschränkten Beurteilbarkeit durch limitierte Schnittqualität und der irreversiblen Schädigung des Gewebes durch die Gefrierbehandlung, welches auch nach späterer Formalinfixierung eine differenziertere Diagnostik nicht mehr erlaubt.
Die Gesamt - Prozessierungszeit vor Ort zur Durchführung eines Schnellschnitts beträgt durchschnittlich 20 - 30 min.
Neben der intraoperativen Begutachtung sind Gefrierschnitte ebenfalls notwendig für die meisten enzymhistochemischen Untersuchungen am Gewebsschnitt, z.B. beim Verdacht auf eine Innervationsstörung des Darmes (M. Hirschsprung) oder zur Differenzierung der verschiedenen Typen von Skelettmuskelfasern.
Für eine Gefrierschnittuntersuchung muss das Gewebe nach der Entnahme

  1. frisch und unfixiert sein
  2. bei längerem Transportweg gekühlt werden (z.B. auf Eiswürfeln, wobei das Gewebe in eine Plastiktüte gegeben werden sollte, um einen direkten Kontakt mit dem Eis zu vermeiden);
  3. rasch in das Institut für Pathologie gelangen, z. B. per Bote oder Taxi
    (möglichst innerhalb von 30 min).

Wir bitten Sie, histologische Schnelluntersuchungen und Transporte möglichst frühzeitig vorab anzumelden, falls diese nach 15:00 Uhr eintreffen.

 

Annahmezeiten für Schnellschnittuntersuchungen
Montag - Freitag: 08:00 Uhr - 16:00 Uhr
an Feiertagen: geschlossen
Telefon: 0341 - 97 150 75
Telefax: 0341 - 97 150 79

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Letzte Änderung: 25.04.2017, 16:26 Uhr
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