Institut für Pathologie
 Universitätsmedizin Leipzig

Formaldehydlösung

Standardfixierlösung in der Pathologie ist 10 %iges Formalin (entsprechend 3,7 % Formaldehyd), das durch Verdünnen aus einer Stammlösung hergestellt wird.

  1. 40% Formaldehyd, 100 ml,
  2. Aqua destillata, 900 ml,
  3. Natriumdihydrogenphosphat, 4 g,
  4. Dinatriumhydrogenphosphat, wasserfrei, 6,5 g.

Zur optimalen Fixation empfiehlt sich ein Verhältnis von 10:1 (Formalin : Gewebe).

Formalin ist nur begrenzt haltbar, da es durch Lichteinwirkung teilweise zu Ameisensäure aufoxidiert wird, ein Prozess, der auch durch Pufferung mit Phosphat-Puffer nur bedingt aufgehalten wird. Ein saurer pH wirkt sich negativ auf die Gewebeerhaltung aus. Zusätzlich wird die DNA stärkergradig fragmentiert, was eventuelle molekularpathologische Untersuchungen erschwert oder unmöglich macht. Daher sollte Formalin grundsätzlich lichtgeschützt über einen Zeitraum von nicht mehr als 6 Monaten aufbewahrt werden.

Für die Fixierung von Operationspräparaten kann die Lösung in aller Regel über die Apotheken vor Ort bestellt werden. Alternativ ist eine Belieferung der Fertiglösung über verschiedene Firmen (z.B. Merck, VWR, Roth möglich).
Auf Bestellung können über das Institut für Pathologie Formalin - befüllte Biopsieröhrchen zur Verfügung gestellt werden.
Versandgefäße für Operationspräparate in unterschiedlicher Größe können über das Institut für Pathologie bezogen werden.

 
Letzte Änderung: 11.06.2014, 16:27 Uhr
Zurück zum Seitenanfang springen
Institut für Pathologie